Digitale Alphabeten – wer wir sind und warum wir tun, was wir tun

Kurz zusammengefasst: KI-Baukästen wie Wix, Squarespace oder WordPress-KI-Plugins eignen sich gut für private Projekte oder schnelle Prototypen – sie sparen Anfangskosten, aber nicht Zeit, denn DSGVO, Barrierefreiheit (WCAG) und laufende Wartung bleiben unerledigt. Für geschäftskritische Websites lohnt sich eine professionelle Umsetzung mit solider technischer und rechtlicher Basis sowie kontinuierlichem Service (Backup, Updates, Server-Management) – langfristig oft günstiger, weil Risiko und Nacharbeit wegfallen.

Ein Wochenende, eine Kanne Kaffee, drei Freunde und ein KI-Tool: So einfach soll sie heute sein, die eigene Website. Wix, Squarespace, WordPress mit KI-Plugin oder gleich ein kompletter KI-Website-Generator – die Werbeversprechen klingen verlockend. Und ehrlich gesagt: Für viele einfache Fälle stimmen sie sogar.

Die eigentliche Frage ist also nicht „Geht das?”, sondern: Für wen lohnt es sich – und was kostet es wirklich, wenn man Zeit, Risiko und Folgekosten mit einrechnet?

Günstig und verlockend: Der Do-it-yourself-Weg

Mit modernen Baukastensystemen und KI-Textgeneratoren lässt sich heute in wenigen Stunden eine ansehnliche Seite zusammenklicken. Die KI schreibt Texte, schlägt Layouts vor, generiert sogar Bilder. Das fühlt sich nach enormer Produktivität an – und für eine private Projektseite, einen Verein oder ein erstes Testballon-Angebot kann das völlig ausreichen.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Geringe bis keine direkten Kosten (abgesehen vom Abo)
  • Sofort loslegen, kein Briefing, keine Wartezeit
  • Volle kreative Kontrolle im eigenen Tempo


Aber genau hier beginnt das Problem:
Was auf den ersten Blick wie Zeitersparnis aussieht, verschiebt die eigentliche Arbeit oft nur nach hinten – oder blendet sie ganz aus.

Die unsichtbaren Kosten des Selbermachens

Ein KI-Baukasten macht aus einer leeren Seite in Minuten etwas Vorzeigbares. Was er nicht automatisch mitliefert:

DSGVO-Konformität

Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitungsverträge mit eingebundenen Diensten (Analytics, Fonts, Kartenmaterial), rechtssichere Kontaktformulare. Wird das übersehen, drohen Abmahnungen – nicht theoretisch, sondern in der Praxis ein häufiger Grund für teure Post.

WCAG / Barrierefreiheit

Kontraste, Tastaturbedienbarkeit, Alt-Texte, semantisches HTML. Mit dem European Accessibility Act wird das ab 2025 für viele Unternehmen zunehmend verpflichtend – ein generischer Baukasten-Export erfüllt das selten von Haus aus.

Performance & SEO-Basis

KI-generierte Seiten sehen oft gut aus, sind aber technisch aufgebläht – langsame Ladezeiten, fehlende Struktur für Suchmaschinen, keine saubere Informationsarchitektur.

Sicherheit und Wartung

Wer patcht das CMS, wenn eine Sicherheitslücke bekannt wird? Wer erstellt Backups, bevor beim nächsten Update etwas kaputtgeht? Meist niemand – bis es zu spät ist.

Das Muster dabei ist immer dasselbe: Die Website ist schnell online, aber sie ist nicht automatisch fertig. Freunde, die gemeinsam basteln, haben selten die Kapazität, das über Monate und Jahre konsequent zu pflegen.

Wer patcht das CMS, wenn eine Sicherheitslücke bekannt wird? Wer erstellt Backups, bevor beim nächsten Update etwas kaputtgeht? Meist niemand – bis es zu spät ist.

Das Muster dabei ist immer dasselbe: Die Website ist schnell online, aber sie ist nicht automatisch *fertig*. Freunde, die gemeinsam basteln, haben selten die Kapazität, das über Monate und Jahre konsequent zu pflegen.

Der Profi-Weg mit solider Basis statt loser Enden

Eine professionell aufgesetzte Website beginnt nicht beim Design, sondern bei der Strategie: Wer soll erreicht werden, mit welchem Ziel, über welche Kanäle? Erst danach folgen Struktur, Technik und Inhalt – zielgerichtet statt nach Bauchgefühl.

Was eine fundierte Basis konkret bedeutet:

Rechtssicherheit von Anfang an

DSGVO-konforme Formulare, Cookie-Management, saubere Datenschutz- und Impressumstexte, dokumentierte Verarbeitungsverzeichnisse.

Barrierefreiheit nach WCAG

Nicht nachträglich geflickt, sondern von Beginn an mitgedacht und nachrüstbar gestaltet – gut für Nutzer:innen, gut für die Rechtssicherheit, gut für SEO.

Technisches Fundament

Sauberer Code, performante Ladezeiten, durchdachte Struktur, die mit dem Unternehmen mitwächst statt nach zwei Jahren komplett neu gebaut werden zu müssen.

Kontinuierlicher Service statt Einmal-Projekt

Backup-Management, Update-Management, Server-Monitoring, Sicherheitschecks. Eine Website ist kein Produkt, das man einmal abliefert – sie ist ein System, das laufend betreut werden muss, genau wie eine Heizungsanlage eine jährliche Wartung braucht.

Der große Unterschied ist also nicht „schöne Seite ja oder nein”, sondern: Bin ich dafür gerüstet, wenn etwas ausfällt, gehackt wird oder bin ich rechtlich angreifbar? 

Kosten vs. Zeit – der ehrliche Vergleich

Selbermachen (KI/Baukasten)Profesionell
StartkostenNiedrig (Abo-, Server-Kosten)Höher (Projektpreis)
Zeitaufwand internHoch - eigene Arbeitszeit, Lernkurve, Trial & ErrorNiedrig - Briefing, dann Umsetzung durch Profis
Rechtssicherheit (DSGVO/WCAG)Nicht automatisch gegeben, meist nachträglichVon Beginn an mitgeplant
Wartung & SicherheitLiegt bei Dir - oder passiert gar nichtLaufend (oft täglich), im Service enthalten
Risiko bei Ausfall/AbmahnungTrägt das Unternehmen zu 100% selbstDeutlich geringer - Klar dokumentiert (Vertrag & Support) - Risiko auf mehreren Schultern verteilt
SkalierbarkeitBegrenzt, oft Neuaufbau nötigWächst mit deinem Unternehmen mit

Die Kurzformel: Selbermachen verschiebt Kosten in eigene Zeit und späteres Risiko. Der Profi-Weg verschiebt Zeit in planbares Budget mit kalkulierbarem Risiko. Rechnet man die eigene Arbeitszeit, mögliche Abmahnkosten und den Aufwand für spätere Nacharbeiten ehrlich mit ein, gleicht sich die Differenz oft deutlich schneller an, als man denkt – nicht selten kehrt sie sich sogar um.

Beides hat seinen Platz

Das soll kein Plädoyer gegen KI-Tools sein – sie sind grossartig für Prototypen, private Projekte oder um schnell ein Gefühl für die eigene Wunsch-Website zu bekommen. Aber sobald eine Website zum geschäftskritischen Aushängeschild wird – also Kund:innen gewinnt, Vertrauen aufbaut und rechtlich sauber sein muss – lohnt sich der Blick auf eine solide, professionell betreute Basis.

Und genau da beginnt aus unserer Sicht auch mehr als nur „eine Website”: Eine gute Website-Basis ist oft der erste Baustein einer grösseren digitalen Transformation – von Marketing über Prozessdigitalisierung bis hin zur Weiterbildung des eigenen Teams. Wir begleiten Unternehmen gerne über das Website-Paket hinaus, wenn der nächste Schritt ansteht.

Sie überlegen, ob DIY oder Profi der richtige Weg für Sie ist? Lassen Sie uns unverbindlich über Ihre Ziele sprechen – wir finden gemeinsam heraus, welcher Ansatz zu Ihrem Budget, Ihrer Zeit und Ihren Anforderungen passt.